Da kommt man zusammen

Unser Konzept von GemeinsamWohnen HHH beinhaltet im Kern, dass die Gruppe sich im Haus treffen kann. In gemütlicher Umgebung, unkompliziert, unabgesprochen, ohne Termin und Verabredung. Auf sozusagen „halböffentlichen Flächen“ – fast jederzeit offen für alle Hausbewohner. Dort wünschen wir uns viel Leben, an allen Tagen.

Diese Flächen ergänzen den privaten Rückzugsraum, die individuelle Wohnung. Wer für sich sein möchte, hat dort Gelegenheit und macht die Tür hinter sich zu. Wer gerade Lust auf Kontakt oder Unterhaltung hat, kann sich in den Gemeinschaftsräumen aufhalten, in der Küche oder in einer Art Wohnzimmer. Das werden lebenswerte, angenehme Räume sein, die zum Verweilen einladen, zum Kaffeetrinken, Zeitunglesen, zum Sitzen auf der Terrasse oder vielleicht auch vor einem Kamin.

Und gleichzeitig sind diese Räume ausreichend groß, dass sich dort auch Gruppen treffen können. Spielegruppe, Klönabend, Yoga, Hausaufgabenhilfe, Sprachenlernen. Zum Nachbarschaftstreff oder speziellen Angeboten werden wir sicher auch Menschen von „draußen“ einladen. Es soll lebenswert werden. Wir wollen kein Haus bauen, sondern Gemeinschaft. Die Architektin Wiebke Ahues hat es in einem Beitrag bei arte mal so gesagt: „Wenn wir uns daran gewöhnen würden, dass wir wieder die Geräusche des Nachbarn hören und dass wir Flächen gemeinsam teilen, dass uns das viel glücklicher machen würde. Das ist der Paradigmenwechsel, den wir allgemein gerade in der Gesellschaft spüren: Dass der Weg zum Eigenheim mit dem Auto vor der Tür, dass das am Ende gar nicht das ist, was uns am glücklichsten macht.“