puppendahlarchitektur GmbH
Dechaneistraße 8 – D-48145 Münster
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Beurteilung des Preisgerichts
Um das Wohnprojekt in den stadträumlichen Kontext zu integrieren, ’sanft und harmonisch‘, wird das erforderliche Bauvolumen auf zwei schlanke Baukörper verteilt, zwei regionaltypische Satteldachhäuser scheinen nebeneinander zu stehen.
Durch einen Versatz entstehen Außenräume, ein Quartiersplatz im Nordosten und eine gefasste Terrasse im Südwesten.
So attraktiv der vorgeschlagene Quartiersplatz als Auftakt in das neue Wohnquartier auch sein mag, die auch öffentliche Nutzung wird skeptisch gesehen und entspricht nicht den Vorstellungen der zukünftigen Nutzer.
Die Terrasse – unter einem Balkon gelegen – wirkt eher wie eine zweiseitig geöffnete Loggia, die darüber liegende Balkonfläche ist großzügig dimensioniert.
Eingang mit Treppenhaus mit Aufzug liegen gut, der in das Gebäude führende Flur wird als – insbesondere in Bezug zu den angrenzenden Gemeinschaftsflächen – als zu introvertiert und unattraktiv empfunden.
Die Gemeinschaftsflächen sind zu gering dimensioniert und nicht im Gebäude verteilt angeboten.
Der Vorschlag, einen hohen Anteil an Decken- und Wandelementen vorfertigen zu lassen, überzeugt, die Stringenz der Grundrisslösung resultiert daraus – die Wohnungen erzeugen allerdings auch ungewollte Assoziationen, ´Wohnheim oder Hotel´, die periphere Erschließung ‚links und rechts‘ des Mittelflurs ist wenig kommunikativ.
Die Gestaltung der Fassaden unterstreicht die gemeinschaftliche Nutzung, der Wechsel von liegenden und stehenden Formaten, insbesondere bei Übereck-Ansichten, wird kontrovers diskutiert. Die ‚Nicht-Nutzung‘ des Dachraums wird als verlorene Chance gesehen. Die Belichtung des Dachgeschosses durch Dachflächenfenster und die Ausblickmöglichkeiten werden als zu gering empfunden.
Die im Kolloquium angesprochenen Anregungen für wechselseitige Raumzuschläge wurden nicht explizit aufgenommen.
Die Ausführungen zu Konstruktion – insbesondere zur Vorfertigung, Material und Technik sind nachvollziehbar und plausibel.
Den Verfassern gelingt es, das relativ große Bauvolumen erstaunlich kleinteilig wirkend in die Nachbarschaft zu integrieren.




